Nach einigen Jahren im Gebrauch kann selbst das am besten imprägnierte Gartenholz eine „Auffrischung“ benötigen. In diesem Artikel geben wir Ihnen grundlegende Tipps, wie Sie dabei am besten vorgehen.
Es lohnt sich, auf eine regelmäßige Holzpflege zu achten – so stellen Sie sicher, dass das Holz über Jahre hinweg sein exzellentes Aussehen behält. Wenn Sie planen, Ihre Holzprodukte auf der Terrasse oder im Garten zu pflegen, sollten Sie sich gut darauf vorbereiten. Eine Renovierung wird in der Regel alle 4 bis 5 Jahre durchgeführt, abhängig von der Art des Gegenstands und dem Einsatzort.
Im Folgenden präsentieren wir Ihnen einen kurzen Ratgeber zur Renovierung von Gartenhäusern, Pergolen und Rankgittern aus Holz.
1. Beurteilung des Zustandes der Holzoberfläche

Bevor wir mit der Holzrenovierung beginnen, sollte das Material entsprechend vorbereitet werden. Die Grundlage ist eine gründliche Reinigung der Holzelemente von abblätternden alten Anstrichen, Staub, Schmutz, Algen oder Flechten:
- Reinigung: 💧 Am besten verwenden Sie einen Hochdruckreiniger oder eine Wurzelbürste und reichlich Wasser.

- Desinfektion: 🧽 Stark verpilzte Elemente können mit einem chlorhaltigen Präparat (z. B. Domestos) gereinigt werden. Es zerstört Schimmelzellen und hellt die Oberfläche leicht auf. Nach etwa 1–3 Stunden sollte das Holz gründlich abgespült werden.

- Trocknung: ☀️ Das Holz muss trocknen (ca. 24 Stunden an einem sonnigen und belüfteten Ort).
2. Warum sollte man das tun?
Denken Sie daran, dass die größten Feinde von Holz ständige Feuchtigkeit und der Lauf der Zeit sind. Ohne eine angemessene Hydrophobierung nimmt das Holz Wasser auf, was zu Folgendem führt:
- Erhöhtes Schimmel- und Fäulnisrisiko -> Rankgitter, Pergolen oder Gartenhäuser können verblasst oder beschädigt wirken (dies ist charakteristisch für Gartenholz, aber ohne Wartung kann die innere Struktur der Konstruktion beeinträchtigt werden). Zusätzlich reagiert Holz, das nicht mit einer hydrophoben Substanz geschützt ist, empfindlicher auf Feuchtigkeit.
- Minderung der Ästhetik des Produkts.
- Entstehung von Flecken, Verfärbungen, Vergrauung und Rissen.
- Langfristig zu Aufquellen, Fäulnis und manchmal sogar zur vollständigen Zerstörung.

Das Ziel der Hydrophobierung ist es, der leichten Wasseraufnahme des Holzes entgegenzuwirken. Hydrophobe Substanzen bilden in der Holzstruktur eine Schicht, die die Saugfähigkeit verringert (im Alltag begegnet man diesem Phänomen oft bei Jacken, Skihandschuhen oder Trekkingschuhen).
3. Kesseldruckimprägnierung
Dies ist unsere Schutzbasis. J-Class-Produkte aus Kiefer und Fichte sind kesseldruckimprägniert, was vor Fäulnis schützt, aber nicht vor primärem Oberflächenschimmel. Das Mittel wird in Autoklaven tief in die Holzstruktur gepresst. Es schützt vor Pilzen und Insekten, aber nicht vor der Sonne (UV).
4. Holzlasur: Schutz und Farbe
Ein Produkt, das eine transparente, elastische und hydrophobe Schicht bildet. Es reduziert effektiv den Einfluss von UV-Strahlen und senkt die Saugfähigkeit des Holzes. Es wird für Weichholz (Kiefer/Fichte) empfohlen, das zuvor kesseldruckimprägniert wurde. Hervorragend geeignet für vertikale Flächen: Gartenhäuser, Zäune, Pergolen.
Vorteile von Holzlasuren:
- Elegante Farbe und seidenmattes Finish.
- Schutz für bis zu 6–8 Jahre.
- Kein Abschleifen bei der Renovierung erforderlich.
- Effektive Blockierung von UV-Strahlen.
- Verringerung der Wasseraufnahme, Schutz vor Regen, Schnee und Feuchtigkeit.

5. Öle und Öl-Lasuren
Öl-Lasuren betonen die Maserung und lassen das Holz atmen. Sie sind hydrophob und schützen vor Schimmel und Fäulnis.
- Die beste Wahl für harte Lärche.
- Ideal für exotische Hölzer, Teak und Akazie.
- Auffrischung alle 2–3 Jahre empfohlen (sehr einfache Renovierung).
- Öl-Lasuren sind hydrophob (wasserabweisend) und weisen eine hohe Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Regen und UV-Strahlung auf, was das Vergrauen des Holzes verhindert.
- Bieten biologischen Schutz, da sie Wirkstoffe enthalten, die das Holz vor Schimmel und Algen schützen.
- Farblos sowie tönend verleihen sie eine dauerhafte Farbe, wie zum Beispiel: unsere Öl-Lasuren.
- Die Renovierung jest sehr einfach – es genügt, einen Hochdruckreiniger zu verwenden oder das Holz mit einem groben Schwamm oder einer Wurzelbürste und viel Wasser abzureiben und nach dem Trocknen eine neue Schicht aufzutragen.

6. Wahl des Präparats je nach Holzart
Die Struktur des Rohstoffs bestimmt die Wahl des Mittels:
- Kiefer und Fichte: Weiches i saugfähiges Holz – hier dominieren Holzlasuren oder schichtbildende Imprägnierungen, die eine solide Barriere auf der Oberfläche bilden.
- Lärche: Hartes Holz mit mehr Gerbstoffen – hier verwenden wir Öle und Lasuren aufgrund der besseren Penetration; eine Holzlasur könnte Haftungsprobleme haben.
7. Ergiebigkeit und Verbrauch
Wie viel Produkt sollte man kaufen? (Schätzungen für einen einmaligen Anstrich):
- 1 Liter Holzlasur → ca. 5 m² (Kiefer/Fichte)
- 1 Liter Öl → ca. 8–10 m² (Lärche)
- Die Ergiebigkeit der Farbe wird auch von der Oberflächenstruktur und deren Feuchtigkeit beeinflusst.
- Temperatur: Je höher, desto mehr Produkt wird verbraucht.
8. Wie berechnet man die zu streichende Fläche?
Bevor Sie in den Laden gehen, berechnen Sie die benötigte Menge nach der Formel:
(Formel für Zäune und Rankgitter - beide Seiten werden gestrichen!)
Für Pergolen und Gartenhäuser ist dies schwieriger. Wir müssen die Fläche aller Elemente von 4 Seiten berechnen (die Montageanleitung ist hier hilfreich) und die Ergebnisse summieren.
9. Wie streicht man Holz richtig?
Es sollte darauf geachtet werden, eine ausreichend große Menge des Mittels aufzutragen, und Überschüsse müssen verrieben werden, damit keine Nasen entstehen. Der Anstrich erfolgt meist mit einem ca. 5–6 cm breiten Pinsel mit weichen Borsten (Flachpinsel) oder einem Schwamm.
Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Arbeit und einen schönen Garten über Jahre hinweg!

